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Versandhandel
Beim Versandhandel als Unterart des Einzelhandels werden die Produkte nicht vom Kunden in einem Geschäft gekauft, sondern Waren, beispielsweise aus einem Katalog oder per Internet, bestellt und dann zu ihm nach Hause geliefert. Daher bezeichnet man diese Art des Handels auch als Distanzhandel.
Grundsätzlich differenziert man zwei Arten von Versandhändlern: Business-to-Consumer-Versände richten sich an den Verbraucher, Business-to-Business-Versände an Händler.
Man unterscheidet weiterhin zwischen Universal- und Spezialversänden. Zu den größten der ersten Gruppe gehören Otto, Neckermann und Baur; früher auch Quelle. Dieses Unternehmen wurde jedoch 2009 insolvent und vom Otto-Versand übernommen. Spezialversände sind z.B. Conrad für Elektronik oder Madeleine für Mode. Immer mehr an Bedeutung gewinnen auch die Internet-Versände und Online-Marktplätze, wie etwa Amazon und eBay.
Bei Versandhändlern bestellt man entweder per Telefon, per Brief oder online. Bei Internetversandhändlern ist letzteres der einzige Bestellweg. Die Lieferung wird von Versanddienstleistern, wie der Deutschen Post DHL übernommen. Die Bezahlung erfolgt per Kreditkarte, Nachnahme, Vorauskasse, Lastschrift oder Rechnung. Durch die Bedeutungszunahme der Internet-Versandhändler werden auch immer mehr Bezahlungen über elektronische Zahlungssysteme abgewickelt.
Der Versandhandel ist in Deutschland durch das Fernabsatzrecht gesetzlich geregelt. Dieses räumt z.B. dem Verbraucher ein Widerrufsrecht ein. Jugendgefährdende Produkte dürfen nur dann versandt werden, wenn der Anbieter Vorkehrungen trifft, die verhindern, dass die betreffenden Waren in die Hände Minderjähriger geraten.